Mami, Mami, ich weiß jetzt die Geschichte von Jesus

Du kannst die Kopfhörer nehmen oder die Frau erzählt sie dir." Begeistert läuft die Kleine aus der Hütte auf dem Barocken Adventsmarkt in Ludwigslust `raus zu ihrer Mutter. Die Mutter kommt, sieht sich die begehbare Krippe an und lässt sich die Geschichte von Jesus erzählen. "Schön, das ist wirklich schön ...", sind ihre Worte beim Verabschieden. Vom 28.11. bis zum 01.12. ist eine Markthütte einmal anders gestaltet als sonst. Die begehbare Krippe ist dort eingezogen. In fünf interaktiven Szenen werden Besucher zu den Anfängen des Weihnachtsfestes geführt. Sie können entdecken, wie Weihnachten begonnen hat, warum wir uns Geschenke machen, was der Stern bedeutet und was von Weihnachten bleibt, wenn das Feiern zu Ende ist. 

So manch einer geht verstohlen oder auch ganz bewusst vorbei. Einer sagt auch: „So ein Quatsch!“ Viele Menschen unserer Stadt und auch aus anderen Orten verweilen an und in der Hütte. Einige Besucher genießen diesen Ort als Oase mitten im Getümmel. Ein Neunjähriger hört sich alle Szenen intensiv an. Die Eltern brauchen oft viel Geduld für ihre Sprösslinge, die alles wissen wollen. Er meint: „Ich habe ganz viel gelernt.“ Drei Jugendliche bleiben stehen und sehen die ausgelegten Andachtsbücher „Die gute Saat“. „O, was ist das?“ Die Bücher können mitgenommen werden. „Das ist ja ein cooler Titel.“ Gleichzeitig sind sie in diesem Fall ein Türöffner, um die begehbare Krippe anzuschauen. Ein Mann schaut sich alles an, unterhält sich mit dem Mitarbeiter und fragt ganz direkt: „Glauben Sie das?“ „Ja, natürlich glaube ich das.“ Das ist der Auftakt zu einem kurzen Gespräch. Eine Frau kommt aus der Hütte mit der Bemerkung: „Man kann sogar noch `was dazu lernen. Dass Jesus bedeutet: ´Gott rettet`, wusste ich noch nicht.“ Hoffentlich vergisst sie das nie mehr und nimmt es für sich persönlich an. 

Zwischen dem zweiten und dritten Advent ist die begehbare Krippe im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft als Schulprojekt aufgebaut. Schulklassen und andere Gruppen können sich zu Führungen anmelden. Nach einem kurzen Gespräch zur Begrüßung wird der Gruppe Dr. Lukas vorgestellt. Er hat mit vielen Menschen gesprochen, die Jesus persönlich erlebt haben. Davon berichtet er seinem Freund Theophilus in einem Brief. Der Brief fängt so an: „Viele haben schon davon berichtet, was unter uns geschehen ist. So wie die Schüler von Jesus. Die haben es ja selbst erlebt. Auch ich wollte dir davon berichten. Deshalb habe ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet. Ich habe es Dir in einer guten Reihenfolge aufgeschrieben, hochgeehrter Theophilus.“ Der Brief an Theophilus ging auf Reisen. Ein Kind daraufhin: „Jetzt bin ich richtig gespannt, was der Lukas aufgeschrieben hat.“ 

Bei den Führungen werden die Kinder mit einbezogen. Sie können ihre Beobachtungen der dargestellten Szenen beschreiben, in verteilten Rollen Texte lesen, Aktionen ausführen, singen und Fragen stellen. Letzteres haben sie lebhaft getan. Zu jeder Führung gehört eine Kreativwerkstatt, in der Weihnachtliches gebastelt wird – ein Stern, eine essbare Kerze, ein Drehmobil mit Motiven der Weihnachtsgeschichte, und es ist ein Rätsel zu lösen. Dabei ist es besonders wertvoll, mit den Kindern und erwachsenen Begleitpersonen auf Fragen einzugehen. Ein Kind fragt eine von uns: „Glaubst du eigentlich an Gott?“ So haben wir schöne Gelegenheiten, über Jesus und was er uns bedeutet zu reden. Die begehbare Krippe ist ein besonderes Angebot für unsere Stadt – auf dem barocken Adventsmarkt wie auch das Schulprojekt. Soweit es uns möglich ist, möchten wir dieses Angebot für andere Jahre erhalten. 

Dorothea Neumann, LKG Ludwigslust 

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