Upgrade 2019 in Willingen

Plötzlich ist es voll in Willingen. Rund 3.120 Vertreter von Verbänden, Werken und örtlichen Gemeinschaften des Gnadauer Verbandes übernehmen für drei Tage Willingen. Nach dem „Neues Wagen Kongress“ im Jahre 2013 findet mit dem „Upgrade Kongress“ nun der zweite Gnadauer Zukunftskongress statt. Auch ca. 40 MGVler haben sich aufgemacht, um sich neu inspirieren, ermutigen und ausrichten zu lassen. Das Thema 2019 lautet: weiter.echter.tiefer. Schon in der Eröffnungsveranstaltung macht Präses Michael Diener deutlich: Ein weiter so wie bisher wird es nicht geben; dieser Kongress ist anders als der in Erfurt, aber an Neubelebung soll angeknüpft werden. Auf drei Bühnen gleichzeitig finden Teilplenen statt. Eines ist nur den sogenannten „Young Leaders“ zugänglich, Menschen unter 35 Jahren also. Insgesamt spielen EC und die jungen Leiter eine große Rolle. So bat Michael Diener die jungen Teilnehmer, Verantwortung in der Gemeinschaftsbewegung zu übernehmen: „Ich danke euch, dass ihr trotz all der vielen hippen Gemeinden, der ICFs und Hillsongs und was es alles in diesem Land gibt, Gemeinschaftsjugend seid; dass ihr bei uns geblieben seid.“ Die Vorträge werden in einer neuen Form gehalten, den sogn. TEDS. Drei Referenten halten einen Kurzvortrag von jeweils acht Minuten. Anschließend hat das Publikum Zeit, Fragen zu stellen, auf die dann von vorne geantwortet wird. Es gibt viele Seminare, Workshops und Foren. Und natürlich viel Musik. Es geht inhaltlich vor allem um Leidenschaft und Motivation. Besonders beeindruckend waren die beiden Hauptreferenten Øivind Augland aus Norwegen und Dr. Hans-Joachim Eckstein. Beide sprachen sehr ermutigend und inspirierend. Neben den Inputs, Seminaren und vielem mehr gab es auch viel Raum zur Begegnung und zum Austausch. Da gefühlt ganz Gnadau versammelt war, gab es ein ständiges „Hallo“ und „Was hat dir bis jetzt am besten gefallen?“ Ich bin mit vielen Eindrücken und Ideen zurückgefahren. Der wichtigste vielleicht: „Der einzige Mensch, den ich verändern kann, bin ich selbst. Und nicht einmal das kann ich ohne Hilfe“. Ich bin ermutigt und gestärkt für meinen Alltag in Gemeinde und EC. Ich kann alle Gemeinschaften nur ermutigen, einmal auf www.upgrade2019.devorbeizuschauen, sich den ein oder anderen Vortrag runterzuladen und gemeinsam anzuschauen. Ich bin gespannt, welche wertvollen Eindrücke und Ideen über unsere Köpfe einen Weg nach Mecklenburg finden. Am Ende stand der Aufruf von Michael Diener, den eigenen Glauben leidenschaftlich zu leben und Verantwortung in der Gemeinschaftsbewegung zu übernehmen, „Denn die Liebe Christi drängt uns!“.

Ein letztes noch: Gemeindeerneuerung soll auch weiterhin passieren, doch die auf fünf Jahre befristete Projektstelle des Referenten für Neubelebung Oliver Ahlfeld läuft im kommenden Jahr aus. Gnadau will ihn mit 50 Prozent weiterbeschäftigen. Dafür wird ein Freundeskreis von 100 bis 200 Menschen gebraucht, der seine Arbeit finanziell unterstützt. Mit der anderen halben Stelle werde Ahlfeld in einer Gemeinde in Magdeburg tätig sein. 

Lars Johannsen, Schwerin

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