Wir sind eingeladen!

Dass die Bibel Kindern etwas zu sagen hat, durften wir in den Winterferien fünf Tage lang mit 26 Erst- bis Sechstklässlern in der Kinderbibelwoche (KiBIWo) erleben. Quer durch verschiedene Tisch-Geschichten, die Jesus erlebt und erzählt hat, hörten sie von Gottes Einladung zum Leben. Um dieses Thema herum hatten wir mit Spielen, Bastelangeboten und einem Ausflug in die Welt eines Restaurant- und Hotelbetriebes eine kurzweilige und lustige Ferienwoche. Besonders schön war für mich die Zeit in den Kleingruppen. In diesen hatten, Kleine und Große getrennt, nach der biblischen Geschichte die Chance, sich zu dem Gehörten zu äußern und Fragen zu stellen. Darauf aufbauend konnte dann der Zielgedanke spielerisch oder kreativ gefestigt werden. Eine spannende Herausforderung ergab sich immer wieder durch die Fragen und Bemerkungen zweier Jungs, die ohne christlichen Hintergrund – dafür aber mit dem Anfangsstatement: „Gott gibt es gar nicht“ – zu uns kamen. Beispielhaft nenne ich hier einen kurzen Moment am vorletzten Tag unserer KiBiWo. Thematisch ging es um den Himmel, den einen Ort ohne Trauer, Schmerz und Streit. Einer der beiden Jungs erklärte laut und bestimmt: „So etwas geht nicht, nicht einmal mit Jesus!“. Um ehrlich zu sein: Ich kann den Gedanken nachvollziehen. So wie wir alle hat dieser Junge einen solchen Ort noch nie gesehen, Streit und Schlechtes dagegen oft genug erlebt. Warum also sollte gerade dieser Jesus es geschafft haben, nie etwas Schlechtes zu tun … geschweige denn einen Ort versprechen können, an dem es nichts Schlechtes gibt!? Ein kurzes Gespräch mit dem Jungen hat in gewisser Weise Klarheit geschaffen. Er hat verstanden, dass wir Menschen das Böse einfach nicht lassen (können). Doch auch glauben zu können, dass Gott, im Gegensatz zu uns, eben durch und durch gut ist, schien im viel zu (lebens)fremd. Aber genau dafür (für das „Glauben-Finden“) ist solch eine Kinderbibelwoche einfach genial. Denn in all dem, waswir sagen, spielen und basteln … in all dem, wiewir handeln, reden und entscheiden, wollen wir aus tiefstem Herzen Kindern helfen zu glauben, dass Gott gut ist! Wir wollen durch unser WAS und WIE die Güte Gottes sicht- und spürbar werden lassen. Wir wollen, dass auch die „gottfernen“ Kinder an seine Gegenwart glauben und von ihm begeistert werden. Ein großer Wunsch, ein hoher Anspruch – und zugleich einfach das Geschenk Gottes an seine Mitarbeitenden! Denn ER will ja durch (und mit) uns sein!   

Marita Wiebe, BFDlerin im Leuchtturm, Güstrow

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