Das Wunder vom Distelberg

Im Jahr 2011 stand ich während meines Leuchtturm-Praktikums an der Ahornpromenade und blickte auf die steppenartige Landschaft zwischen den Wohnblöcken. Im Gebet darüber, ob Gott uns nach Mecklenburg und in die Leuchtturm-Arbeit beruft, hatte ich, während ich dort stand, eine Vision: Aus der verwilderten Steppe war eine gemähte Wiese geworden, ein Gebäude stand darauf mit dem Eingang in meine Richtung. Jugendliche, Kinder, Senioren und Familien gingen dort ein und aus. Freude war zu spüren und Lachen zu hören, ein „erlöstes Miteinander“. Dann hörte ich die Frage: „Willst Du mir helfen, hier ein Vaterhaus zu bauen?“ Meine Antwort: „Wenn du dieses Haus bauen willst, bin ich gern dabei.“ Es ist September 2017. Jetzt steht es vor mir! Wahrhaftig. So richtig begreifen können wir´s aber noch nicht. Gott schafft „ex nihilio“. Aus dem Nichts ruft er ins Dasein, was existiert. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich den Schlüssel ins Schloss der Eingangstüre stecke. Denn vor gerade einmal acht Monaten machten Gretel von Holst und Daniel Queißer den ersten Spatenstich und vor zwei Monaten feierten wir Richtfest. Zur Einweihung am Samstag, den 09.09., gab es einen Tag der offenen Tür mit Flohmarkt sowie einen Anbetungsgottesdienst mit Zeugenberichten aus der Geschichte des Leuchtturm-Projektes. 

Am Sonntag fand dann einen Festgottesdienst statt, zu dem über 80 Personen zu Gast waren. Unser 60qm-Raum hat die erste Bewährungsprobe hervorragend bestanden. In den jüngsten Wochen wurde der Leuchtturm von den Distelberg-Kids erobert. Sie waren vor Freude zum Teil außer Rand und Band! Und wir? Wir staunen und danken unserem (Bau-)Herrn Jesus für…

…das Geld-Wunder

Vor einem Jahr hatten wir 100.000,- Euro zu wenig und haben im Vertrauen auf Gott angefangen. In drei Etappen versorgte Gott uns (unter anderem durch die IKEA-Stiftung mit 50.000 €) mit dem fehlenden Geld.

…das Kraft-Wunder

Andrea und mir wurde bewusst, wieviel Power uns Gott geschenkt hat. Mit Sicherheit ist es auch unserer Naivität geschuldet J und ganz besonders André Nehls, der als Bauunternehmer mit uns die Bauleitung angepackt hat.

…das Hilfe-Wunder

Gott wirkte ganz oft durch bereitwillige, liebevolle Menschen. Die Hilfen von außen sind unbezahlbare Liebesbeweise Gottes. Euch allen wollen wir als Leuchtturm-Team herzlich danken für alle Gebete und alle Finanzen. Beides haben wir auch weiterhin nötig. Ihr seid Teil des Leuchtturms! Ohne Euch geht’s nicht. Aber zusammen können wir Vaterhäuser bauen.

Euer Samuel Rahn, Güstrow