Nachgefragt bei Hartmut Zopf (neuer MGV Vorsitzender)

Gisela und Hartmut Zopf
Gisela und Hartmut Zopf

Was hat dich dazu bewogen, in deinem Alter die Aufgabe als Vorsitzender des MGV anzunehmen?

Ein Punkt war, dass mich eine Reihe von Gemeinschafts-bezirken als Kandidaten für diese Aufgabe vorgeschlagen haben. Außerdem liegt mir der MGV am Herzen. Ja, und was das Alter angeht: Ein Fünfzigjähriger weiß auch nicht, wie lange er Kraft hat, seine Aufgaben zu erfüllen. Neulich sagte jemand: Rentner sein heißt, „rennen für Jesus“. Solange der Herr im Himmel mich rennen lässt, renne ich gerne.

 

Was für Herausforderungen siehst du in der nächsten Zeit auf den MGV zukommen?

Momentan sehe ich drei Herausforderungen:

1. Intensivierung des biblischen Wissens. Leider wird immer weniger Bibel gelesen. Wer aber die Bibel vernachlässigt, der verliert die Gottes-Orientierung in wirrer Zeit und die Kraftquelle für den Alltag. Viele Christen lassen sich heute alles Mögliche einreden, wenn es nett rübergebracht wird. Biblische Prüfung ist grundlegend wichtig.

2. Die Zurüstung Ehrenamtlicher – zur Bibelauslegung, zum Predigen, zur Hauskreisleitung, zum Weitergeben des Evangeliums an Kinder, Jugendliche und alte Menschen. Hier sehe ich es als Aufgabe, das „allgemeine Priestertum der Glaubenden“ zu stärken. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass jemand MGV-Mitglied ist, aber nicht an irgendeiner Stelle aktiv mitarbeitet.

3. Die missionarische Arbeit unter Kindern und Jugendlichen. Auf diesem Gebiet sollten wir alle „Register ziehen“. Auch wenn viele Jugendliche nach der Schule bald wegziehen, sollten wir alles daran setzen, sie in der Zeit, in der sie noch „zu Hause“ sind, mit Jesus bekannt zu machen.

 

Gibt es Vorbilder, die dich in deinen Christenleben geprägt haben?

Am meisten geprägt haben mich meine Eltern, die glaubwürdig als Christen im Alltag gelebt und mich zu allen möglichen Veranstaltungen mitgenommen haben. Bei Allianzkonferenzen und Studentenrüstzeiten hörte ich Werner de Boor, lernte Uwe Holmer und Hermann Plötner von der damaligen Bibelschule Falkenberg kennen, mit denen ich viele persönliche und theologische Fragen erörtern konnte.

 

Hast du ein Lieblingsbuch in der Bibel oder eine Lieblingsstelle?

Nein, ein biblisches Lieblingsbuch habe ich nicht. Eine Bibelstelle, die mir immer neu wichtig geworden ist, steht im 1. Korintherbrief: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (3,11).

 

Vielen Dank für das Interview. Möge Gott dir die Weisheit und Kraft schenken, dein neues Amt in Seinem Sinne und zu seiner Ehre auszuüben.

Interview mit dem neuen Vorsitzenden des MGV Hartmut Zopf

Frank Feldhusen, Neustrelitz

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