Neues aus dem Leuchtturm (Güstrow)

Myriam Auch
Myriam Auch

„Wir wollen Orte schaffen helfen, von denen der helle Schein der Hoffnung in die Dunkelheit der Erde fällt.“

(Friedrich von Boldelschwingh)

Seit September gehöre ich, Myriam Auch, zum Leuchtturm-Team, um ein Jahr lang mitzuarbeiten. Ursprünglich komme ich aus Baden-Württemberg. Ich habe dank eines Gemeindebesuches in unserem EC Jugendbund vom Leuchtturm erfahren. Ich wusste rein theoretisch, was da auf mich zukommt: Kids aus dem sozialen Brennpunkt, schwierige Familien-verhältnisse und viel Perspektivlosigkeit. Dennoch war ich nach meinen ersten Tagen hier tief bewegt. Denn jetzt höre ich nicht mehr nur vom „sozialen Brennpunkt“, sondern ich bin mittendrin! Für mich hat das Leid ein Gesicht bekommen, und ich muss zugeben: Zwischen all den Erzählungen und dem tatsächlichen Erleben liegen Welten. Doch die ersten Tage sind längst vergangen, und je intensiver ich die Kinder kennenlerne, desto bewusster wird mir ihre Aussichtslosigkeit. Die scheinbar bittere Realität ist: Wer als Kind auf dem Distelberg aufwächst, hat wenig Perspektiven auf einen guten Schulabschluss oder gar auf eine (darauffolgende) Berufsausbildung. 

Dabei sind die meisten Kids und Teens materiell ausreichend versorgt, so dass es ihnen an Kleidung oder Essen nicht mangelt. Stattdessen sehnen sie sich nach Liebe, Anerkennung und Geborgenheit. Es war wirklich überraschend, mit wie viel Freude und Zutrauen mich die Kinder von Anfang an „willkommen“ geheißen haben. Doch: Ich bzw. wir vom Leuchtturm sind ja für sie da, nehmen uns Zeit, versuchen klare Regeln und Grenzen zu wahren und lassen sie an der großartigen Liebe Gottes teilhaben. So war es für mich einer der schönsten Momente der ersten Wochen, als sich Anfang September drei Mädchen aus unserer MÄGS Gruppe (Mädchen und Jungs von 9-12 Jahren) dazu entschieden haben, Jesus zu vertrauen. (Ganz zu schweigen davon, dass ein Junge der Gruppe mit einem Augenzwinkern sagte: Ich muss Gott nicht mehr einladen, dass er in meinem Herz wohnen soll. Der ist da schon längst!)    

Es ist beeindruckend, wie die Kinder ihren herausfordernden Alltag meistern … und Jesus in all dem sozialen und emotionalen Chaos ihre Herzen erobert. Seitdem ich hier in Güstrow bin, wurde mir klar, wie wertvoll und NOTwendig die Arbeit auf dem Distelberg ist. Ich bin Gott dankbar, dass und wie er mich hierher geführt hat. So kann ich nun als Teil des Leuchtturm-Teams SEIN Licht in manch dunkles Leben tragen, damit daraus ein Leben voll Hoffnung und Zukunft werden kann. 

Myriam Auch, Güsrow

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Kommentare: 2
  • #1

    Lavenia Aguinaga (Sonntag, 22 Januar 2017 14:08)


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  • #2

    Darla Lones (Dienstag, 24 Januar 2017 16:38)


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