Hauskreisarbeit in Ludwigslust (2015)

Da haben wir uns auf etwas eingelassen! Wer hätte das gedacht? So gedacht? Ab Januar 2011 haben wir begonnen, missionarische Hauskreise vorzubereiten. Wir beten um potentielle Teilnehmer. Wir legen Jesus namentlich Menschen ans Herz. Die Ergebnisse sind sehr verschieden: Bei einem kommen die Kontakte zustande, bei einem anderen nicht so und bei einem weiteren werden es ganz andere. So macht es unser Gott. Eines ist bei allen gleich: Persönliche Kontakte bei einer oder mehreren Tassen Kaffee sind bahnbrechend. Das haben wir auch vorbereitend in Mitarbeiterabenden gelernt, als wir das Buch von Jim Petersen "Evangelisation - ein Lebensstil" und danach von Klaus Jürgen Diehl "Vom Glauben leise reden" gemeinsam gelesen und erarbeitet haben. Mitarbeiter, die sich vorstellen können einen missionarischen Hauskreis zu leiten, bekommen von unserem Prediger Gabriel Möbius Materialvergleiche und -hinweise. Außerdem nehmen vereinzelt Mitarbeiter an Schulungen zur Hauskreisarbeit in Karchow teil. Trotz allem ist es Gottes Sache, die Hauskreise entstehen zu lassen. Aber wir sind bereit, etwas vorbereitet und sehr gespannt auf das was werden wird.

Ende 2011 / Anfang 2012 starten die ersten beiden missionarischen Hauskreise. Nach einer Ankommphase werden textzuführende Alltagsfragen angesprochen, ein Bibeltext gelesen und gemeinsam erarbeitet. Die Denkvorgänge sind sehr unterschiedlich und erstaunen uns so manches Mal. Erstaunlich ist auch die rege Beteiligung an den Gesprächen, das Vertrauen zueinander. Da schenkt Gott Fragen wie: "Ich kann mir doch nicht anmaßen zu sagen: Ich gehöre dazu! Woher weiß ich das?", "Woher weiß ich eigentlich, ob ich Christ bin?", "Was wurde aus Judas?", "Ihr redet von Gottes neuer Welt. Wozu brauchen wir die?" Themen wie "Heiliger Geist" und "Besprechen", "Zeugen Jehovas" und "Neuapostolische Gemeinde" wie auch "Esoterische Heilmethoden" werden erfragt und thematisiert.

Nach ca. neun Monaten planen wir eine Hauskreispause. Die Kreise bleiben untereinander auf verschiedene Weise in Kontakt. Dann gibt es einen Neustart mit den nötigen Absprachen. Uns ist ein offener, ehrlicher und authentischer Umgang mit ausgesprochener Zielsetzung wichtig:  "Wir wollen gemeinsam Jesus kennen lernen, ihm nachfolgen und andere Menschen zu ihm einladen." Eine Frau kommt neu dazu. Der Grund: "Ich möchte gerne mehr über christliche Sachen wissen. Mein Kind geht zum Konfi-Unterricht und weiß bald mehr als ich." Sie kommt - wie alle - fast regelmäßig über Jahre hinweg. In dem einem Hauskreis ist es möglich, miteinander zu beten. In einem anderen bitten die Teilnehmer die Leiter, das für sie zu tun. Auch diese Teilnehmer versuchen zu beten - zu Hause - im Stillen. Sie berichten: "Es fällt mir schwer, mit Jesus zu reden, manchmal schlafe ich dabei ein." Kennen wir das nicht alle?! Wir sprechen von verschiedenen Formen des Redens mit Gott. Es ist auch schriftlich möglich. Zum Schluss eines Treffens fragen wir uns gern: Was für Impulse nehmen wir heute für uns persönlich mit? Im letzten Hauskreistreffen sagte eine Frau: "Der Glaube macht mich ruhig. Die Gemeinschaft tut mir gut." Diese Aussage wird durch den Apostel Paulus in Römer 5,1 bestätigt: "Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus." Aus den Hauskreisen lassen sich einzelne - manchmal auch alle - zu besonderen Veranstaltungen einladen. Wir wünschen jedem einen engen Kontakt zur Gemeinde. Wer es schon ausprobiert hat, ist sehr dankbar für das Miteinander im Großen. Spannend ist es, wenn im Hauskreis jemand den Anderen vom Gottesdienst berichtet oder erzählt: "Ich will mehr vom Glauben wissen, das interessiert mich." Eine Frau hat uns mal überrascht, als sie von unserer Missionarin Christine Fritz weitererzählt hat und sogar aktiv wird: "... Wir könnten doch alle was in den Umschlag tun. Ich habe einen vorbereitet." In 2. Korinther 6, Vers 2b steht: "Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade; siehe jetzt ist der Tag des Heils!" Diese Chance wollen wir nutzen und Jesus um sein Handeln bitten. Wir Mitarbeiter brauchen Geduld, die nötige Weisheit und den engen Kontakt zu unserem Herrn Jesus Christus.


LKG Ludwigslust Beate Bleier, Dorothea Neumann

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