Von Jesus berührt...   (LKG Ludwigslust)

Pastor Harm Bernick, Marburg
Pastor Harm Bernick, Marburg

... damals schon, vor mehr als 2.000 Jahren und bis heute hin!

Pastor Harm Bernick - Studienleiter der Bodelschwingh-Stiftung in Marburg - ist mit einem bunten Strauß Themen vom 20.-26.03.2015 in Ludwigslust zu einer Bibelwoche. Den Strauß hat er aus den Vorschlägen von uns Ludwigslustern gebunden. Einige kennen Pastor Bernick auch als Leiter des Kollegs für Gemeindedienst. Am 22.03. feiern wir umrahmt von den Bibelabenden unser 113. Jahresfest. "Bibel lesen ist eine Entdeckungsreise. Nicht wir lesen die Bibel, sondern die Bibel liest uns. Und wir brauchen das. Und: Bin ich für die Konsequenzen bereit?" Die Abende sind anspruchsvoll, wertvoll und es ist schön, so kompakt in der Bibel zu lesen - ist der Eindruck Vieler. Für manche sind sie recht anstrengend.

Pastor Bernick bringt uns zum Teil bekannte Texte neu nahe – legt das Wort mit dem Wort aus.  Er bringt die Erzählungen zum Leuchten, indem er von der großen Verachtung für die Zöllner spricht, dass sie nicht mehr Mitglied bei den Pharisäern sein durften, wenn sie Zöllner waren. "Ich profitiere von dem umfangreichen Hintergrundwissen und den kulturellen Zusammenhängen, die uns aufgezeigt werden. Ich finde die Abende sehr interessant.", erzählt mir jemand. Pastor Bernick gibt sein großes Fachwissen warm, liebevoll und umfangreich weiter. "Ich kann nicht einfach nach Hause gehen und ans Mittagessenkochen denken! Dass eine alte Frau noch so viel dazu lernen kann... !", sagt eine Andere. "Er hat mir total viel vermittelt. Es lohnt sich, ihn wieder einzuladen." "Ich habe ihn eingeladen, wiederzukommen!", sagt ein Mann, der sich schon mal zu einer besonderen Veranstaltung einladen lässt, sonst aber keinen Gemeindekontakt hat. "Ich bedauere sehr, dass ich gerade in der Zeit einige Tage auf Klassenfahrt (als Begleiter) muss. Hinter den Themen steckt `was ganz Anderes als ich erwartet habe. Richtig toll." Was keiner erwartet geschieht in Markus 1. Jesus berührt einen Aussätzigen. Ein Aussätziger gilt als von Gott verworfen und kann nichts dagegen tun. Und - dieser wurde rein! Der Geheilte sollte niemandem etwas sagen, also kein Bote sein. Er sollte sich den Priestern zeigen, also Zeuge sein. Jesus half Zöllnern, Aussätzigen u.a. Menschen aus ihren ausweglosen Situationen heraus.

Eine Teilnehmerin berichtet: " H. Bernick hat den Begriff `Sünde` in Form eines sehr interessanten Vergleichs beschrieben: Man stelle sich vor, man trüge einen radioaktiven Uranstab in der Tasche mit sich herum. Natürlich würde jeder versuchen, ihn loszuwerden. Aber wohin? Jesus ist der einzige Mensch, der sagt: `Komm, gib ihn mir!`. Für uns Christen ist der Begriff `Sünde` sehr klar. Wir wissen, wovon wir reden. Aber oft kann man solche christlichen Begriffe schlecht für Menschen `übersetzten`, die gerade erst in den christlichen Glauben hineinschnuppern. Da hilft mir der Vergleich, den H. Bernick erklärt hat. Und so konnte ich einer Freundin die Bedeutung von Sünde und Jesus näher bringen."

Die Passionsgeschichte – Jesu Leiden für uns – bringt Pastor Bernick uns in besonderer Weise neu nahe: Es geht nicht um den Schmerzcharakter, sondern um das, was hier auf Golgatha zwischen Himmel und Erde geschieht: Am Abgrund der letzten "Warum-Frage" bleibt Gott mein Gott. "Der Hauptmann sieht dasselbe wie die Spötter. Auch er sieht kein Wunder. Auch er sieht keinen Gott, der etwas tut. Dasselbe Geschehen, das Schriftgelehrte und Volk zum Spott treibt, öffnet ihm die Augen: `Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!` Das ist der erste Schritt zu Jesus. Der Hauptmann sieht: Im Sterben dieses Mannes da oben am Kreuz ist Gott – wirklich Gott! - am Werk. Da sühnt er die Sünde der Welt. Was für eine Bilanz unter dem Kreuz: Zehn Jünger fliehen. Ein Heide findet Jesus. Der Rest spottet. Zählt man die Worte unter dem Kreuz, überwiegt der Spott bei weitem. Aber für Gott lohnt einer. Bis heute ist das so. Und mit dem Hauptmann beginnt etwas Neues: Menschen in aller Welt dürfen jetzt kommen. Denn für sie ist bezahlt. Was für eine Bilanz unter dem Kreuz: Der römische Besatzungsoffizier, der Heide, der Letzte in der Reihe, der Letzte, der einen Anspruch auf Gott hätte, findet ihn. Unter dem Kreuz ist der Himmel offen." (Zitat von Pastor Harm Bernick)  

                                           

Dorothea Neumann, Ludwigslust

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Kommentare: 1
  • #1

    Katharine Jeanbaptiste (Samstag, 04 Februar 2017 05:13)


    I don't know whether it's just me or if perhaps everybody else experiencing problems with your website. It appears like some of the text on your posts are running off the screen. Can someone else please comment and let me know if this is happening to them too? This could be a issue with my internet browser because I've had this happen before. Thank you