Wie ein "Junger-Erwachsenen-Kreis" in Schwerin wächst

Eigentlich begann der neue Aufschwung mit dem Weggang des bisherigen Leiters. Nicht dass dieser irgendetwas schlecht gemacht hätte - ganz im Gegenteil: Mit viel Engagement und Einsatz hat er über Jahre den Kreis gut geleitet. Doch wie es manchmal im Leben so ist, sind schmerzliche Einschnitte von Nöten, um neues Wachstum zu fördern. So gab es zunächst eine Lücke, die niemand so recht füllen wollte. Also starteten wir einfach mit einem kleinen Leitungskreis, der schon vorher zusammenkam, nun eben ohne Leiter. Die Jugendleitung sollte - soweit dies möglich ist - nicht Last, sondern Lust werden. So begannen wir früh damit, nicht nur Planungstreffen, sondern auch Gemeinschaft miteinander als wichtigen Baustein zu kennen und zu fördern. Wir treffen uns somit im 14-tägigen Rhythmus. Einmal im Monat zu Planung und Vision sowie inhaltlich zu arbeiten. Und einmal im Monat, um Gemeinschaft zu haben. Vom Bowling über einen Spieleabend bis hin zu Sparerips-all-you-can-eat oder vieles mehr. Sicherlich ist nicht alles immer rosig und gut, doch wir merken, dass neu Bewegung in den Kreis gekommen ist. Dass Mitarbeit „gar nicht so schlimm“ ist, zeigt sich wohl auch darin, dass wir mittlerweile drei neue Mitglieder im Leitungskreis haben. Ich genieße es besonders, dass ich als Prediger nur leichte Starthilfe gegeben habe und mittlerweile nur als Trainer dabei bin. Ich mache mit, aber die Leitung und Organisation liegt völlig bei unserem Leitungskreis. 

Dieser neue Schwung zeigt sich auch darin, dass neue Jugendliche freitags dazu kommen. Sicherlich sind es bei uns in Mecklenburg auch immer die kleinen Zahlen. Aber wir sind dankbar für Leute, die neu nach Schwerin gekommen sind sowie Jugendliche aus Gemeinden, in denen die Jugendarbeit nur klein bis kaum stattfindet und die sich daher uns anschließen. Mittlerweile sind auch wieder Pläne da, einen Kreis für Jüngere zu etablieren und einen regelmäßigen Jugendgottesdienst durchzuführen. Die Jüngeren versuchen wir schon seit längerem zu erreichen, doch nun haben wir auch die ersten Konfirmanden, die sagen, sie wollen ihren eigenen Kreis. Wir sind gespannt, was noch kommt. Auch, dass wir drei neue EC Mitglieder aufnehmen konnten zeigt, dass sich etwas bewegt. Bei all dem wissen wir darum, dass gerade in diesem Alter schnell eine Ausbildung zu Ende gehen oder neu beginnen kann und dass Zahlen sich schnell ändern können. Somit genießen und nutzen wir, was der Herr heute tut und bleiben gespannt und hoffnungsvoll für morgen. Dieses Jahr soll auch insbesondere des 25jährigen EC Jubiläums gedacht werden. Wir sind beim Planen, ein Fest auf dem Ziegenmarkt vor unserer Haustür zu gestalten. Dafür brauchen wir natürlich Geld für Bühne, Technik etc. aber vor allem auch Gebet.

Prediger Sascha Schoppe, Schwerin.

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Kommentare: 1
  • #1

    Hobert Brundige (Sonntag, 22 Januar 2017 03:47)


    Keep on working, great job!