1zu1 glauben.finder 

Glaubenskurse sind bewährte Formen, um Christen den Glauben näher zu bringen oder zu erklären und missionarische Chancen, anderen von den eigenen Grunderfahrungen zu berichten. Immer wieder gibt es einzelnes Interesse. „Ja, aber…“ wird dann immer laut. „Ja, aber wann haben Menschen heute Zeit?“ „Ja, aber wie bekommen wir alle unter einen Hut?“ „Ja, aber wie wird die Gruppe groß genug, um nicht eine peinliche Situation entstehen zu lassen?“, „Ja, aber jetzt steht jemand da und will wissen, was die grundlegenden Dinge des Glaubens sind.“

Auf meiner Suche nach passenden Formaten und Formen bin ich auf den „1zu1 glauben.finder“ aus dem „cap books“-Verlag gestoßen. Es ist ein Glaubenskurs, der wie der Titel es schon verrät, 1 zu 1 stattfindet. Jeder, der interessiert ist, braucht nicht mehr als Interesse am Glauben, die Zeit, unter der Woche ein Kapitel im Buch zu lesen und sich dann eine Stunde auf einen Kaffee oder Tee zu treffen. Es ist ein Glaubenskurs, der in kurzen Abschnitten und Kapiteln wesentliche Themen behandelt. Jedes Kapitel geht einer Frage nach: Kann es Gott geben? Warum ist er so weit weg? Wie kommen wir zu Gott? Wie kann ich Gott erfahren? Wie kann ich aus seiner Kraft leben? Wozu Kirche?... 

Spannende Fragen, zu denen man mit Christen und Nichtchristen gut ins Gespräch kommen kann. Sicherlich muss man sich Zeit nehmen, aber wir haben diesen Kurs schon mit sieben Leuten gemacht und es war immer spannend. Das Gute ist, dass die Themen für Atheisten oder unreligiöse Menschen gut verständlich sind und zugleich den Christen helfen, Grundpfeiler des Glaubens neu zu durchdenken. Vor Ort haben wir damit die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Eine junge Dame ist nach dem vierten Treffen nicht mehr gekommen, eine andere ist aus einem bisher unreligiösem Leben umgekehrt, hat sich taufen lassen und ist nun Gemeinschaftsmitglied. Ein weiterer Kurs findet mit den Tagesmuttis aus der Nähe statt. Dort treffen wir uns in der Mittagspause zu viert, um den Glaubenskurs Schritt für Schritt durchzugehen. Auch eine Tagesmutter aus einer ehemals katholischen geprägter Richtung hat Glauben und Gott neu für sich entdeckt und besucht nun unsere Bibelstunden. Ein weiterer Kurs findet mit einem jungen Mann statt. Wir treffen uns vor seinem Arbeitsbeginn zum Frühstücken und sprechen miteinander. Er lässt sich dieses Jahr auch noch taufen. Mittlerweile ist es für mich eine „Aufnahmebedingung“ für EC- oder Gemeinschaftsmitgliedschaft bei uns geworden. Das Interesse ist stets da. Im März werde ich den nächsten Kurs mit einer jungen Dame beginnen. Wir sind gespannt, wie Gott diese Möglichkeit weiter nutzt.

Am Ende müsste man sagen: Dieser Kurs ist viel weniger ein Glaubenskurs als ein Gesprächsfaden und ein Beziehungsstifter. Es werden eben nicht nur Inhalte vermittelt, sondern Beziehung gebaut. Jeder Interessierte hat sechs persönliche Treffen, in denen ehrliches Fragen und Zweifel ihren Platz haben und wir gemeinsam auf die Suche gehen.


Prediger Sascha Schoppe, Schwerin

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