Missionarische Adventsfeier in Schwerin

Fast hätte man ihn Reginald getauft. Oder Rollo. Berühmt wurde er zuerst durch ein Malbuch, dann durch ein Weihnachtslied. Viele Jahre später durfte er sogar in einem Zeichentrickfilm die Hauptrolle spielen. Seine große Beliebtheit bei Kindern und Erwachsenen hat ihm dann auch dabei geholfen, sein ungewöhnliches Äußeres zu akzeptieren. Später wurde es sogar zu seinem ganz besonderen Markenzeichen. Wer gemeint ist, na klar: Rudolph, "the red-nosed reindeer", das Rentier mit der roten Nase. Vor allem im amerikanischen Raum ist er beliebt, das fröhliche Weihnachtslied kennt man aber auch in Deutschland. Amerikanische Kaufhäuser hatten übrigens anfangs Probleme damit, den rotnasigen Rudolph in ihre Weihnachtsdekoration mit aufzunehmen: Man befürchtete, bei den Kunden damit negative Assoziationen an Alkoholismus zu wecken. Haben Sie das nicht gewusst, dann waren sie nicht bei unserer Adventsfeier dabei. Dort war dies nämlich eine Quizfrage für 30 Punkte. Dieses Jahr fand wieder am ersten Advent unsere „missionarische“ Adventsfeier statt. Missionarisch deshalb, da wir die letzten zwei Jahre versuchen, die große Gruppe an Kindern aus dem Kinderturnen in die Gemeinschaft am Ziegenmarkt einzuladen. So haben wir versucht durch einen lockeren Familiennachmittag ein Programm für Jung und Alt zu machen. Dazu gehörten alte und neue Lieder zum Advent, eine Advents-/Weihnachtsgeschichte mit kurzer Andacht, ein Quiz und eine Spiele- und Bastelecke für Kinder. Mit ca. 50 Leuten waren unsere kleinen Räume wieder gut gefüllt, doch wieder anders als erwartet. 

Nicht die Eltern vom letzten Jahr und auch nicht die Kinder vom Kinderturnen, sondern wie es in der Mission eben ist: Die Freunde, die man einlädt, kommen. Besonders schön war es auch, dass Laura, die sich erst vor Kurzem bekehrt hat und mit der Taufe Mitglied wurde, uns durch ein Quiz zum Advent moderiert hat. Auch Teilnehmer aus dem 1-zu-1-Glaubenskurs waren da. Missionarisch war die Stunde somit sicherlich auch: Jedoch sind es kleine Schritte, die manchmal sehr mühevoll sind. Das Schöne an der Arbeit ist jedoch auch, dass wir als Gemeinschaft entdecken, wie viel Freude wir an bunten Nachmittagen haben und wie gut Jung und Alt im gleichen Programm glücklich werden können. Somit ist die Adventsfeier eine gute Sache, auf die wir uns wieder freuen können.

 

Sascha Schoppe

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