Neues aus Lübtheen

Wie soll es bei uns weitergehen? Was geht ohne eigenen Prediger? Wofür reichen die Kräfte? Was brauchen die Lübtheener und was wir selber als LKG mittendrin? Und das Ganze als Ergänzung der Arbeit in der Kirchengemeinde, zu der wir ja gehören. Wo ein gläubiger Pastor predigt und übrigens mit uns um Antworten zu diesen Fragen ringt. In der Generation vor uns war es eine Selbstverständlichkeit, zusätzlich zum Gottesdienst eine Gemeinschaftsstunde am Sonntag zu besuchen (die jahrzehntelang schon keine Evangelisationsstunde mehr ist). Das scheint meiner Generation mit knapper, auf das Wochenende begrenzter Zeit für Familien und Freunde bei oft starker beruflicher Herausforderung einfach nicht mehr machbar und auch nicht sinnvoll. All diese Fragen bewegten uns auf zwei Klausurtagen im Juni und im September. Prediger Gabriel Möbius aus Ludwigslust hat unser Nachdenken und Diskutieren und Aufeinanderhören sehr engagiert vorbereitet und geleitet. So stellten wir fest, was gut angenommen wird. Und wie wichtig uns Gemeinschaft miteinander ist. Wir wollen unbedingt unsere eigene Identität als LKG bewahren. Wir wollen zum Glauben an Jesus einladen und selber darin wachsen. Zum Wachsen entsteht ein neuer Bibelgesprächskreis, gemeinsam mit der Kirchengemeinde. Aber wann bloß ist ein Zeitpunkt passend, um gemeinsam zu essen und dabei voneinander und von Veranstaltungen zu hören sowie gemeinsam um Gottes Wirken zu beten??? Es war eine schwere Geburt, aber wir wollen ein Projekt testen. Statt der Gemeinschaftsstunde als zweitem Gottesdienst am Sonntag wollen wir uns einmal im Monat sonntags zum Frühstück treffen. Jeder bringt etwas dafür mit. Danach ist ein Gottesdienstbesuch mit Kindergottesdienst möglich. Damit genügend Zeit bleibt, fangen wir rechtzeitig an. Um 8 Uhr.

Wieee bitte ??? Sonntag um 8 Uhr ???!!! Das ist doch verrückt! Ja, tatsächlich. Für Jung und Alt eine echte Herausforderung. Und auch nach dieser Entscheidung immer noch viel diskutiert. Wie ist es geworden?

Am ersten Novembersonntag schenkte Gott schon früh herrlichen Sonnenschein. Pünktlich trafen sich 17 Leute größerenteils der jüngeren Generation mit Kindern zu einem leckeren Frühstück. Sascha Schoppe sogar aus Schwerin! Drei Nachzügler schafften es auch noch und machten die 20 voll. Wir sangen, hörten, aßen. Wir teilten einander mit vom Abenteuerland und dem Frühstück mit Power, von vermieteten Wohnungen und verschiedenen Gebetserhörungen. Wir sahen Bilder vom Sommerfest, zu dem so viele gemeindefremde Leute kamen. Freuten uns über Gottes Segen, den wir entdeckten. Dankten dafür und erbaten diesen für weitere Anliegen.  Diese verrückte Idee zu einem scheinbar unmöglichen Zeitpunkt hat Gott gesegnet!

Auch zum Frühstück am 2. Advent wird es wieder für jeden ein innerer Kampf werden. Wir sind eigentlich mehr als 20. Für Gott jedenfalls ist es eine Freude, jeden zu segnen, der kommt. Da bin ich mir ganz sicher! Und freue mich jetzt schon.


Evelin Sokoließ

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