Menschen wie DU und ICH (Bibeltage in Waren)

Erfreulicher Besuch
Erfreulicher Besuch

Unter diesem Motto standen unsere diesjährigen Bibeltage vom 7. bis 10. September in der LKG Waren. Wir hatten Pastor Dr. Manfred Dreytza aus Krelingen, den Leiter des Krelinger Studienzentrums einge-laden. Er stellte uns einige Personen aus dem Alten Testament aus einer ganz neuen Sichtweise vor. Wirklich erstaunlich ist, dass durch das tiefe Hintergrundwissen des Referenten äußerst vielschichtige Bilder zu vermittelt wurden. Das waren vielleicht Typen!

Pastor Dreytza nahm sich zuerst Bileam vor. Er diente zwei Herren - geht das gut? Seine Hauptbeschäftigung Wahrsagerei war nicht kompatibel mit Gottes Willen. Irgendwie wollte er auch ihm dienen. Doch er konnte die Israeliten nicht verfluchen. Gottes Wille und Kraft war stärker als alle Magie. Fazit: Das hat sich bis heute nicht geändert.

Dr. Dreyzta und Anne Blanckenfeldt
Dr. Dreyzta und Anne Blanckenfeldt

In der zweiten Bibelarbeit ging es um eine waschechte Männerfreundschaft David und Jonathan zeigten, was an Hingabe und echter Freundschaft wirklich dran ist ohne gleich schräge Gedanken dabei zu haben. Die Konstellation war bizarr. Jonathan war Sohn des Mannes, der David mit Tötungsabsichten nachstellte. Für David war er wie ein Bruder. Die enormen Belastungsproben ihrer Freundschaft wurden nur durch den gemeinsamen Glauben bestanden. Das wäre durchaus für unsere heutigen „Beziehungskisten“ nachdenkenswert.

Am nächsten Abend stellte uns Pastor Dreytza die „heimlichen Könige“ des Nordreiches, Elia und seinen Nachfolger Elisa vor. Es ging ihnen nicht anders als ihren „Amtskollegen“. Sie hatten die schwierige Aufgabe, Gottes Missfallen über das abtrünnige Treiben seines Volkes kundzutun. Es hatte sich dem Götzen Baal zugewandt. Durch Elia gab es eine entscheidende Feuerprobe, wessen Opfer angenommen wurde: Das für Baal oder das für den lebendigen Gott Israels. Trotz des eindeutigen Ergebnisses war das Volk nicht zur Umkehr zu bewegen. Elia, der große Gottesmann war irgendwann verzweifelt und am Ende. Auch hier sind es nicht die großen Helden, sondern Gott, der Geschichte schreibt.

An unserem letzten Bibelabend dachten wir über eine Begebenheit nach, deren Konstellation ziemlich pikant war. Der aramäische und somit feindliche Feldhauptmann Naeman bekam von einer Dienerin den Tipp, seine Aussatzkrankheit durch den israelischen Propheten Elisa heilen zu lassen. Grotesk war, dass diese Dienerin eine entführte Israelitin war. Er machte sich auf den Weg nach Israel und wurde dort tatsächlich geheilt.

Wir empfingen in diesen Tagen wirklich Segensreiches. Es war eine gute Gemeinschaft und eine wichtige Zeit, ein paar neue Sichtweisen zu bekommen. Nicht zuletzt hatten wir mit unserem Referenten eine absolut gute Wahl getroffen.

Ingolf Kühn (Waren)

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