Von Jesus entsetzt - Ein Bibeltag über die Bergpredigt

Aufmerksame Zuhörer
Aufmerksame Zuhörer

Wann sind Sie das letzte Mal nach dem Bibellesen so richtig empört, schockiert oder total außer sich gewesen? Ist es Ihnen überhaupt schon einmal passiert? Zu Recht erwarten wir Gottes Trost und neue Kraft, wenn wir in seinem Wort lesen. Auch Klarheit für Fragen, die wir haben. Aber wer sich erwartungsvoll auf Jesu Worte einlässt, muss sich auf alles gefasst machen! Tatsächlich stellten das auch die etwa 70 Teilnehmer des diesjährigen Bibeltages am 5. April in Dambeck bei Röbel fest. Ein kleines Team um Familie Zopf hatte alles gut vorbereitet, damit wir einen Tag lang Zeit hatten, gemeinsam in der Bibel zu lesen. Klingt das vielleicht trocken oder nach Langeweile? Weit gefehlt!

Hans-Dieter Huefgen und Pastor Hartmut Zopf
Hans-Dieter Huefgen und Pastor Hartmut Zopf

Zum Thema „Die Bergpredigt -Jesus redet Klartext“ lasen wir nach einer hilfreichen Einführung (Hartmut Zopf) in drei Etappen drei Kapitel des Matthäusevangeliums. Drei Referenten (Johannes Holmer, Dr. Mitchell Grell und Hartmut Stropahl) vertieften einige Gedanken in ihren Bibelarbeiten. Wir Teilnehmer tauschten uns in kleinen Gruppen über Fragen aus. Beim Singen begleitete uns Hans-Dieter Hüfken leidenschaftlich am Klavier. Im Mittagsinterview lernten wir diesen Mann aus Tangermünde ein bisschen kennen. Hörten von seinem nun schon 17jährigen Engagement in der Jungschar dort und davon, wie Jesus Menschen verändert – sie errettet und total herausfordert, aber auch segnet! Nachmittags ergab sich spontan eine Diskussion in großer Runde. Auch am Rande, in den Pausen lernte man sich kennen oder erkundigte sich nach den alten Bekannten. Sogar ein Büchertisch wurde eingeflogen! Und was soll ich Ihnen sagen? Diese gemeinsame Zeit war so intensiv und lebendig und viel zu kurz! Wir waren ja gerade eingestiegen und so richtig dabei!

Jesu Zuhörer damals entsetzten sich nach seiner Rede – und wir? Genauso wie damals entdeckten wir in Dambeck Jesu Provokation, hörten von unserer Sünde und seinem enormen Anspruch an seine Nachfolger. Vom Entweder – Oder. Als Jesu Jünger haben wir nicht nur Teil am Reich Gottes, sondern auch an seinem Widerspruch zur Welt um uns herum! Aber er ist zuerst derjenige, der als Gottes Sohn Schuld bezahlt, Gesetz erfüllt, völlig neu macht, selig spricht und beschenkt!

Wie kostbar war dieser Tag und die dafür frei gehaltene Zeit! Und wie kostbar ist erst Gottes Wort, besonders auch gemeinsam gelesen! Gott schenke uns, dass wir nicht nur darin lesen, sondern es direkt aufnehmen. Dass wir es „gegen uns“ lesen, damit wir in Jesu Korrektur bleiben. Damit wir seinen Willen erkennen und uns darauf einlassen. Damit wir uns an unserem Herrn freuen!

Sind Sie nächstes Jahr auch dabei? Ich wünsche es Ihnen!

Evelin Sokoließ, Lübtheen

Inspektor Hartmut Stropahl, Dr. Michell Grell und Pastor Johannes Holmer
Inspektor Hartmut Stropahl, Dr. Michell Grell und Pastor Johannes Holmer

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