Neues wagen – Vorstandsklausurtag am 12.04.14 in Waren

Generalsekretär Theo Schneider
Generalsekretär Theo Schneider

Es ist Samstag früh. Ich stehe am vereinbarten Treffpunkt und warte auf meine Mitfahrgelegenheit. Es ist noch neblig, man kann aber schon sehen, dass es ein sonniger Tag wird. Um mich herum wird die Welt wach. Gerne hätte ich auch noch ein wenig länger geschlafen. Was man heute alles hätte erledigen können, wenn ich jetzt nicht hier stehen und warten würde?! Aber die Fahrt ist bequem, die Atmosphäre angenehm. In Waren werden wir sehr gastfreundlich empfangen. Wir begrüßen uns und es geht los.

Der Gnadauer Generalsekretär Theo Schneider hält uns eine Bibelbetrachtung über Apg. 8,26-35 – Philippus und der Kämmerer aus dem Morgenland. Ich muss feststellen: Wie ist das mit mir? Lasse ich mich wegen eines Menschen in die Wüste schicken? Geht es mir nicht oft auch so, dass ich die Gelegenheit gar nicht wahrnehme? Gott schafft Gelegenheiten, Menschen zu begegnen. Philippus gehorcht und kann dem Kämmerer weiterhelfen. So, wie der Nebel früh am Morgen manches nicht klar erkennen lässt, die Sonne ihn aber vertreibt, lässt Jesus durch seine Auferstehung Neues sichtbar werden. Für uns heißt das: Wir dürfen für das Vergangene dankbar sein und können mit Jesus zuversichtlich in die Zukunft gehen, Neues anpacken und ausprobieren. Es muss nicht alles gelingen oder für den Rest des Lebens Bestand haben. Wir sind auf dem Weg und dürfen auch Fehler machen.

 

Berichte und Eindrücke vom Erfurter Kongress wurden gegeben Wir überlegten, wie wir Impulse in unserer Gemeindearbeit umsetzen können und von den Erfahrungen der anderen, die Neues gewagt und angepackt haben, profitieren. Einzelne berichteten auch von ihren Befürchtungen vor dem Kongress und dass sie sich nicht erfüllt haben. Das Resümee ist sehr positiv und der Wunsch nach Wiederholung wird geäußert.

Zwei Impuls-Einheiten, die Theo Schneider hielt, zeigten ganz konkret mögliche Schritte, Baustellen, Klippen und Hindernisse, welche es in der Gemeindeaufbauarbeit geben kann und wie sie vermieden werden können, wie Neues angepackt werden kann und warum es sich lohnt, auch ungewöhnliche Ideen zuzulassen. Am Nachmittag konnten wir in Gruppengesprächen überlegen, was in unserer Gemeinde möglich ist, was jeder persönlich einbringen kann und wo unsere Gemeinde Hilfe braucht. Das war sehr praktisch und konkret. Wir erfuhren von einzelnen Projekten in anderen Gemeinden und wie wir sie unterstützen können.

Der Tag wurde beschlossen mit den Erfurter Impulsen, die wir alle miteinander lasen. Mir ging es so wie dem Kämmerer aus dem Morgenland, von dem in der Bibel steht, dass er seine Straße fröhlich zog. Ja, das stimmt: Die Begegnung mit Jesus macht froh, wie es auch viele andere in der Bibel bezeugen: die Hirten in der Weihnachtsgeschichte, die Frau am Jakobsbrunnen … Diese Begegnung wünsche ich noch vielen Menschen und auch mir immer wieder. Das ist meine Motivation Neues zu wagen.

Andrea Grams, Rostock

 

Austausch in kleiner Runde
Austausch in kleiner Runde

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