Ich glaube. Na und? (LKG Ludwigslust)

Marokkanischer Abend
Marokkanischer Abend

Unter diesem Motto fanden im März dieses Jahres Bibelabende in Ludwigslust zum Glaubensbekenntnis statt. Günther Beck, Missionar der DMG, hat uns das Bekenntnis neu entdecken lassen. In je zwei Themeneinheiten haben wir Impulse gehört und darüber gesprochen. Wie sehr sich Gott darin mit uns verbindet, dass wir zu ihm „Vater“ sagen dürfen, machte uns Günther Beck sehr anschaulich am Beispiel von „Bartimäus“. Bartimäus bedeutet auf Deutsch „Sohn des Timäus“. Wir wissen nicht, wie er mit Namen hieß, sondern nur, dass er Sohn des Timäus war. Timäus hatte also einen blinden Sohn! Im Aramäischen heißt ein Mann solange nach seinem Vater, bis er selbst einen Sohn hat. Günther Beck wendete dies auf seinen Namen an: Im arabischen wäre er der „Sohn des Blasius“, weil sein Vater so hieß. Erst als er einen eigenen Sohn hatte (Alexander), war er nicht mehr „Sohn des Blasius“, sondern „Vater des Alexander“. Sein Sohn Alexander aber wird nun „Sohn des Günther“ genannt. Stellen wir uns vor, Alexander ist in der Schule frech. Wer ist dann frech? Der „Sohn des Günther“! Da ist der Name des Vaters mit drin! Aber wenn Alexander in Mathe eine eins schreibt – wer hat dann eine gute Note? Der „Sohn des Günther“. Erhält der Vater den Nobelpreis in Physik, dann bekommt wer den Nobelpreis in Physik? – Der „Vater von Alexander“.

 

Rosemary und Günther Beck
Rosemary und Günther Beck

Wenn Günther ins Gefängnis kommt– wer sitzt dann im Gefängnis? – Der „Vater von Alexander.“  Wenn ich sage „Ich glaube an Gott, den Vater.“, dann stehe ich im Ehrenzusammenhang der Familie Gottes. Dann habe ich Anteil an Gottes Ehre, der Schöpfer ist von Himmel und Erde. Und Gott bindet seine Ehre daran, wie ich mich betrage! Deshalb beten wir: „Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.“ Gottes Name wird geheiligt darin, dass die Menschen an unserem Leben sehen: Das ist der Gott der Christen. Wenn Menschen auf Gott schimpfen, dann schimpfen sie nicht auf Gott, sondern auf die, die sich nach seinem Namen nennen. Gott hat in seiner Demut seine Ehre an uns gebunden! Wir stellen für die Menschen um uns herum „Gott“ da. Auf der anderen Seite wissen wir auch: „Mein Vater ist der Schöpfer von Himmel und Erde.“ Schauen wir uns um: Das hat „mein Papa“ gemacht.

Mittendrin, am Sonntag, feierten wir gemeinsam das 112. Jahresfest der LKG Ludwigslust, musikalisch gestaltet von Chor und Posaunenchor. Zum Abschluss der gemeinsamen Zeit wurden wir am Mittwochabend zu einem kulinarischen Genuss eingeladen. Familie Beck lebte mehrere Jahre in Marokko. Sie  bereiteten uns ein köstliches, marokkanisches Essen. An jedem Tisch wurde mit Fingern aus einer großen Schale gegessen - wenn das nichts mit Zusammengehörigkeit zu tun hat!
Die Impulse dieser Abende haben wir als Gemeinde für uns aufgenommen. Wir wollen unseren Glauben im Alltag fröhlich und ganz bewusst leben.

Beate Bleier und Gabriel Möbius, Ludwiglust

 

In typisch marokkanischer Kleidung
In typisch marokkanischer Kleidung

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