40 Jahre Gemeinschaftshaus Waren

„Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“. Unter diesem Leitvers aus Psalm 127 standen die Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen unseres Gemeinschaftshauses in Waren. Am Sonntag hatten wir als Auftakt um 10 Uhr unseren Festgottesdienst. Die Predigt hielt Dieter Brettin aus Wismar. Sehr klar kam zum Ausdruck: Es ist allein Gottes Gnade, wenn eine Gemeinde existieren und noch dazu einen Versammlungsraum ihr Eigen nennen darf. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigen u.a. die leider notwendig gewordenen Hausverkäufe innerhalb unseres Gemeinschaftsverbandes in zurückliegender Zeit. Nach einem eigens von uns kreierten Mittagsbuffet begann unsere Festveranstaltung auch mit offiziellen Gästen der Stadt und der örtlichen Kirchengemeinden. Obwohl einige der geladenen Gäste absagen mussten, war unser Saal sehr gut gefüllt. 

Der Bläserchor des MGV unter der Leitung von Matthias Schmidt bildete mit vielen Instrumentalstücken und der Begleitung der gemeinsamen Lieder den musikalischen Schwerpunkt an diesem Nachmittag. Das war einfach spitzenmäßig und dem Anlass mehr als angemessen. Ebenso sang auch unser Chor, welcher tatkräftig durch Geschwister der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde unterstützt wurde, einige Lieder. Wie in jeder solcher Veranstaltungen gab es auch Grußworte, die erfreulich frisch, kurz und eindrücklich waren. Ein besonderes und zentrales Erlebnis war eine Diashow, welche von Horst Kühn in akribischer Kleinarbeit zusammengestellt und von seiner Tochter als Computerpräsentation arrangiert wurde. 

Diese war ein Rückblick, beginnend in den Nachkriegsjahren im alten Saal am Herrensee mit Predigerehepaaren Geitebrügge und später Halpick. Dann ging es weiter in den Zeiten mit Familie Schult, in denen es hieß, von diesem Saal Abschied zu nehmen, da er wegen der „Komplexen Verkehrslösung“ Anfang der 1970er Jahre abgerissen werden musste. Die Suche nach einem neuen Standort für den neuen Saal und der anschließende Bau desselben war gerade in DDR-Zeiten ein großes Wagnis und Abenteuer. Umso mehr ist ersichtlich geworden, wie unser Herr zu allen Zeiten und unter allen Umständen sein Werk baut und letzten Endes immer wieder seine exakte „Maßarbeit“ unter Beweis stellt. Dass wir ein Predigerhaus bauen konnten, ist ein riesengroßer Gnadenbeweis Gottes.

Nicht nur in der Findungs- und Bauzeit mahnte gerade unser Karl-Heinz Zimmermann stets zum treuen Gebet. Damit sollten alle unsere Aktivitäten beginnen und begleitet sein. Inzwischen sind 40 Jahre vergangen und wir haben, auch in manchen Durststrecken, Vakanzen und Zweifeln unserem Herrn zu danken! Wir haben neue Impulse bekommen, für Jesus Christus weiter in treuem Einsatz zu stehen. Darüber hinaus haben auch „Außenstehende“ mitbekommen, dass wir es mit einem lebendigen Herrn zu tun haben.

 

Ingolf Kühn

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