Nach Ladenschluss geht’s richtig los!

Die Akteure
Die Akteure

Etwas anderes Weihnachtsmenü in Lübtheen. So ist das Leben, zumindest in der Adventszeit: Einerseits wünschen wir uns etwas Ruhe, Zeit und das Ganze auch gern bei Kerzenschein. Wer sich am 15. Dezember 2013 in Lübtheen zur Mehrzweckhalle auf den Weg gemacht hatte, wurde genau so empfangen: Festlich gedeckte Tische, brennende Kerzen bei gedämmtem Licht. Als der Abend mit Musik begann, wurde es ruhig und erwartungsvoll unter den ca. 200 Personen. Der Gospelchor sang fröhlich von dem Kind Jesus, der doch neues Leben, neue Hoffnung, neue Freude bringen wollte. Irgendwie spürte man, wie eine gewisse Entspannung und Dankbarkeit für diesen Abend sich breit machte.
Bis das Theater begann. Vor der Kulisse eines Kaufhauses mit Endlos-Weihnachts-Dudelei wurden wir Zeuge dramatischer Szenen in der letzten verkaufsoffenen Stunde am Heiligen Abend. Ein müder Weihnachtsmann freute sich auf den Feierabend und konnte gerade noch der tobenden Mutter mit Kind an der Hand ausweichen.

Klaus Göttler
Klaus Göttler

 

Auch bei einem genervten und übelgelaunten Geschäftsmann lagen die Nerven blank. Eine alte Frau und die beiden Schwestern merkten: Der letzte Bus ist weg. Für die enorm misstrauische Oma hatte niemand in der Familie Zeit... Wir waren mitten im realen, unfriedlichen Leben angekommen! Erstaunlich und fast zu schön, wie sich die Dinge dann noch entwickelten. Mit Klaus Göttler, der mit Predigt und Gitarrenstücken unser Gast war, betrachten wir die Weihnachtsgeschichte aus der Situation der Hirten. Sie tun was sie hörten und gingen nach Betlehem. Auch wir können uns zu Weihnachten alle Jahre wieder Stimmungsvolles ins Programm schreiben und Jesus für den Rest des Jahres in der Krippe lassen oder uns auf Entdeckungssuche nach ihm machen. Unsere Entscheidung wird Jesus akzeptieren. Als die Hirten im Stall ankamen,glaubten sie, was sie sahen.Die geniale Verheißung und die stinkende Realität muss man erst mal zusammenbringen! Zuletzt teilten sie, was sie glaubten. So kann auch unser Glaube wachsen, wenn wir ihn mitteilen.

Während der weihnachtlichen Gitarrenimprovisation von Klaus Göttler konnte jeder überlegen, was er mit Jesu Anfrage und Einladung persönlich macht. Das anschließend vorgetragene Lied vom Heiland Jesus berührte viele. Zum Ende des Abends waren alle eingeladen zum Erzählen und Essen zu bleiben, was auch gern angenommen wurde.

Was bleibt von diesem Abend zwischen ersehnter Ruhe und erlebtem Unfrieden? Hoffentlich der ein oder andere, der sich aufmacht, diesem Jesus zu begegnen und ihn mitten in sein vielleicht aufgewühltes Leben hineinlässt!

Evelin Sokoließ

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