Jugendchorcamp in Bülow

Auch in diesem Jahr fanden sich wieder circa 25 Jugendliche und junge Erwachsene im kleinen, idyllischen Dorf Bülow in Mecklenburg-Vorpommern zum 19. EC-Jugendchorcamp zusammen. Unter professioneller Leitung von Jürgen Groth, dem Referenten für Chor- und Ensembleleitung beim Evangelischen Sängerbund (ESB), studierten die Sängerinnen und Sänger innerhalb von einer Woche ein abwechslungsreiches Programm ein. Highlight des Programms war die Gospelmesse von Helmut Jost.

Zwischen Register- und Gesamtproben, Bibelarbeiten, in denen über Jesu Gleichnisse gesprochen und diskutiert wurde, gemeinsamen Mahlzeiten und viel Gesang fanden die jungen Leute auch noch Zeit, das fantastische Wetter zu genießen. Fast täglich wurde ein Abstecher zum nahe gelegenen Badesee gemacht, Tischtennis, Volleyball und Kubb gespielt, sich gesonnt und Trampolin gesprungen, eben alles, was zu einem perfekten Sommer dazu gehört.

Der Schwerpunkt allerdings lag auf dem Musizieren. Wurden vor den Bibelarbeiten fröhlich Lieder aus „Feiert Jesus 3 und 4“ gesungen, wurde bei den täglich zwei bis drei Proben ins Detail gegangen. Nach einem Einsingen, das mehr als Einschwingen und Einsummen zu bezeichnen war und vielen wohl am Anfang etwas seltsam vorkam, lernten die jungen Sängerinnen und Sänger Stücke von Bach, Distler und Reger kennen und natürlich die Gospelmesse von Jost. Sah man zu Beginn noch ratlose Gesichter, die in die Noten blickten, so war man spätestens vor dem ersten Konzert schon begeistert dabei und summte oder sang die Lieder beim Tischdienst oder Flurfegen.

Der Chor arbeitete natürlich auf ein Ziel hin, nämlich drei Konzerte und ein Gottesdienst in schon bekannten Örtlichkeiten. Den Anfang machte Brunow bei Parchim, am Tag danach Belitz und zu guter Letzt das alljährliche Konzert in Serrahn, nach dem sich der Chor gleich von der drückenden Hitze im örtlichen See abkühlte.

Auf dieser Freizeit gab es zwei Besonderheiten: Zum einen die tolle Musik, die für viele neu war, zu der Jürgen Groth aber allen einen guten Zugang gebahnt hatte, und zum anderen das Beisammensein. Leute, die sich noch nie in ihrem Leben begegnet sind, sitzen beieinander, lachen, singen, beten und fahren nach zehn aufregenden Tagen mit ein paar neuen Adressen und Handynummern und dem Versprechen nach Hause, sich nächstes Jahr wieder zu treffen, auf der großen Wiese vor dem Pfarrhaus Bülow.

Geertje-Marie Groth

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