Auf Wiedersehen!

 

Vor dreieinhalb Jahren durfte ich, nach meinem Studium am Theologischen Seminar Chrischona, meine erste Stelle in Parchim beginnen. Da ich schon mein Anerkennungsjahr dort verbrachte, durfte ich „zurück nach Hause“ kommen. Mit großer Freude packte ich damals meine sieben Sachen, um nach Parchim zu ziehen.

 

Ich habe es sehr genossen, die FSJ`ler zu begleiten, im Strategie- und Visions-Team mit zu denken, die Bauplanungen zu begleiten und fühlte mich sehr wohl in den Parchimer Vorstandssitzungen. (Ich bin kein Sitzungsmensch, doch ich habe mich regelrecht auf diese Sitzungen gefreut.) Ich liebe es, „quer“ zu denken und innovativ Gemeinde zu bauen. Ich freue mich, dass dies im MGV möglich ist und dass es hier oben im Norden einige innovative Gemeindebauprojekte gibt.

Ich habe es sehr genossen, den Menschen in Mecklenburg zu begegnen. Ihren Hunger nach Heimat und echter Gemeinschaft durfte ich spüren. Es hat mir Freude gemacht, durch die verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde diesen Menschen von der Heimat bei Jesus und der echten, unverwechselbaren Gemeinschaft, die bei Gott zu finden ist, zu erzählen. Ich habe es auch sehr genossen, durch meine zweite Arbeit in der Tagesstätte für psychisch erkrankte Menschen viele Kontakte außerhalb der Gemeinde knüpfen zu können.

 

Es war ein Privileg, dass ich die Frauenarbeit in der LKG Parchim mit aufbauen konnte. Es gibt für mich nichts Schöneres an Gemeindearbeit, als wenn Menschen, die Jesus nicht kennen, große Ohren bekommen, wenn man von ihm erzählt und mehr von ihm hören wollen.

 

Es ist manchmal schwierig und zum Haare raufen gewesen, wenn die alltäglichen Gemeindeprobleme gelöst werden mussten. Aber auch das gehört in jeder Gemeinde dazu. „Wir sind nicht von dieser Welt, aber wir leben in dieser Welt“ – und darum kämpfen wir auch Kämpfe dieser Welt.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir!“ – unsere Jahreslosung 2013. Nach dreieinhalb Jahren kam für uns, als kleine Familie, der Abschied von Parchim. Wir wissen, dass wir vieles aus dieser Gemeinde vermissen werden. Menschen, Strukturen, die Unkompliziertheit und Verschiedenes mehr… Aber es hat sich in den letzten Monaten so vieles neu gefügt, dass es Zeit wird, etwas Neues in Angriff zu nehmen. Wir werden in Hessen in die Landwirtschaft meiner Eltern einsteigen. Das Gefühl, dass Gott die Landwirtschaft, das gemeinsame Leben dort und die Arbeit gebrauchen möchte, um Menschen im Kontakt mit Jesus zu stärken, lässt uns nicht los. Unser Traum ist eine Lebensgemeinschaft von mehreren Familien und Personen, die jeweils finanziell und wohnungstechnisch unabhängig voneinander sind, aber gemeinsam geistliches Leben teilen, sich im Alltag gegenseitig unterstützen und somit Ressourcen frei haben, um anderen Menschen zu dienen. Wir werden also ein Wagnis eingehen und uns überraschen lassen, was Gott mit einem Bauernhof und uns im Sinn hat. Wir werden aber auch weiterhin im Herzen mit Mecklenburg-Vorpommern verbunden sein und sind gespannt, was Gott weiter wirken wird.

 

Herzliche Grüße von Miriam, Michael und Johanna Motzkus

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