Als Prinzessinnen und Prinzen vom König aller Könige erzählen – Junge Christen wollen Mecklenburg-Vorpommern erreichen

am 30. September 2009

Reacb80 junge Menschen marschieren in hellblauen T-Shirts durch die Schweriner Innenstadt. Das erregt natürlich die Aufmerksamkeit der Passanten. Erst recht, wenn sie die Aufschrift auf den T-Shirts lesen. Diese Jugendlichen halten sich für Prinzen und Prinzessinnen und sehen ihren Vater als König an. Was soll denn das? Was das soll, erklären die jungen Leute den Schwerinern gerne: Sie alle nehmen an „Reach Meck-Pom” teil, das in diesem Jahr bereits zum achten Mal gemeinsam vom Mecklenburgischen Gemeinschaftsverband, dem EC Mecklenburg und der Liebenzeller Mission veranstaltet wurde. Ziel ist, dass Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ihren Vater im Himmel kennen lernen. An diesem Tag vor allem auf der Bundesgartenschau. Dafür haben die Teilnehmer extra ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet.
Reach Meck Pomm 02 Menschen auf den christlichen Glauben aufmerksam zu machen und mit ihnen über Jesus Christus zu sprechen, will gelernt sein. Deshalb steht vor dem ersten Einsatz ein intensiver Vorbereitungskongress auf dem Programm. Dort können die Jugendlichen in Workshops und Seminaren verschiedene Fähigkeiten erwerben, die sie später bei Straßeneinsätzen, Kindertagen oder Jugendabenden einsetzen können. Sie lernen, wie man durch Pantomime Gottes Liebe ausdrücken kann, durch Clownerie Kinder einlädt oder über die Presse für die Veranstaltungen werben kann.
Damit sie Mecklenburg-Vorpommern mit der Botschaft Gottes erreichen können (nach dem englischen Wort „reach” für „erreichen” heißt dieser Jugendmissionseinsatz auch „Reach Meck-Pom”), dürfen sie aber während des Kongresses zunächst selbst geistlich auftanken. Neben dem gemeinsamen Singen in der Worshiptime stehen auch Gebetszeiten und Bibelarbeiten auf dem Programm. Klaus-Dieter Mauer von der Liebenzeller Mission macht den Teilnehmern Mut, als engagierte Christen zu leben und andere zum Glauben einzuladen. Dies sollten die Teilnehmer mit einer gewissen Gelassenheit machen: „Gott will durch dich wirken, aber nicht nur durch dich. Setz dich für Jesus ein, aber setz dich nicht unter Druck”, so der Referent, der schnell einen guten Draht zu den Teenagern fand.
Reach Meck Pomm 03 Einsetzen wollen sich alle Teilnehmer bei Reach Meck-Pom. In Teams von etwa zehn Teilnehmern und begleitet von zwei oder drei Teamleitern geht’s in die Einsatzorte - sechs Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern. Sie wollen, dass Menschen Gott erleben und erleben gleichzeitig selbst, wie Gott wirkt. „Jedes Mal, wenn wir etwas brauchten, haben wir gebetet, und Gott hat gehandelt”, berichtet ein Teilnehmer, der mit seinem Team ein Zeltlager in Sassen-Trantow organisiert. Gebetet haben sie für Kinder, die sich einladen lassen: 24 Kinder sind gekommen, nachdem im letzten Jahr 13 da waren. Gebetet haben sie für gute Gespräche: Jugendliche lassen sich ansprechen, die bisher kaum über Gott nachdachten. Gebetet haben sie für die Sicherheit auf dem Zeltplatz, nachdem ein Hornissennest entdeckt wurde: Ein Kammerjäger konnte es entfernen.
Von Widrigkeiten lassen sich die Teilnehmer nicht entmutigen. Nachdem in Bad Doberan am ersten Tag kein einziges Kind zum Kinderprogramm gekommen ist, kommen am zweiten Tag 14 Kinder, die mit Begeisterung teilnehmen. In Schwerin nehmen die Teilnehmer spontane Umplanungen gerne in Kauf: 35 Kinder wollen die Josefs-Geschichte hören - weit mehr als erwartet. Auch dafür wurde gebetet, z.B. in einem 24-Stunden-Gebetstag, den das Team Stralsund durchführte. „Gott ist wirklich unglaublich gut”, so ein Teilnehmer, der in Neubrandenburg mit dabei ist. „Wir freuen uns, dass wir das weitersagen dürfen.” So erzählen die engagierten jungen Christinnen und Christen z.B. einem Alkoholabhängigen von der Freiheit, die Jesus schenken kann. Dass der Einsatz auch nach dem Ende von „Reach Meck-Pom” Spuren hinterlässt und Menschen verändernde Erfahrungen erleben, wünschen sich alle Teilnehmer. So wie das kleinenMädchen, das auf dem Heimweg vom Kinderprogramm in Parchim ihrem Papa vorsang: „Ich bin sicher an der Hand des Vaters.”
Christoph Kiess


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